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"Was kostet uns diese Tour?" ist eine Frage, die in vielen Unternehmen überraschend selten sauber beantwortet werden kann. Häufig existiert eine grobe Kalkulation aus der Angebotsphase – aber ob diese Kalkulation der Realität noch entspricht, wird selten regelmäßig überprüft.
Der Tourpreis, den ein Kunde zahlt oder den man intern kalkuliert, ist nur die halbe Wahrheit. Erst der Blick auf die einzelnen Kostenbestandteile zeigt, ob eine Tour tatsächlich wirtschaftlich ist.
Jede Minute, in der ein Fahrzeug an Rampe, Kunde oder Umschlagpunkt steht, statt zu fahren, kostet – Fahrerzeit läuft weiter, das Fahrzeug bringt in dieser Zeit keine weitere Leistung. Standzeiten werden in vielen Kalkulationen unterschätzt, weil sie im Tagesgeschäft "normal" erscheinen.
Eine Fahrt ohne Ladung – etwa auf dem Rückweg von einer Anlieferung – erzeugt fast die vollen Kosten einer beladenen Fahrt, aber keinen Ertrag. Leerfahrten sind manchmal unvermeidbar, oft aber ein Zeichen für suboptimale Tourenplanung.
Ein Fahrzeugausfall, eine kurzfristige Fahrerkrankheit oder eine Reklamation mit Nacharbeit sind keine Kostenpunkte, die in einer einfachen Tourkalkulation auftauchen – gehören aber wirtschaftlich betrachtet dazu, da sie regelmäßig auftreten und einkalkuliert werden sollten.
Zwei Touren mit identischem Preis können wirtschaftlich völlig unterschiedlich sein: Die eine läuft reibungslos mit guter Auslastung und kurzen Standzeiten, die andere kämpft mit Wartezeiten, Leerkilometern und häufigen Nacharbeiten. Auf dem Papier sehen beide gleich aus – erst der Blick auf die Kostenbestandteile zeigt den Unterschied.
Ob Ihre Touren wirtschaftlich wirklich das halten, was die Kalkulation verspricht, lässt sich strukturiert prüfen.
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