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Die Rampe ist ständig überlastet, also wird eine zusätzliche Kraft eingeplant. Drei Monate später ist die Rampe wieder überlastet – nur jetzt mit einer Person mehr. Ressourcen zu erhöhen fühlt sich nach einer schnellen Lösung an. Häufig verschiebt sie das eigentliche Problem nur nach hinten.
Wenn ein Bereich an seine Grenzen stößt, ist die erste Reaktion fast immer dieselbe: mehr Personal, mehr Fahrzeuge, mehr Fläche. Das ist nachvollziehbar – zusätzliche Ressourcen wirken schnell und lassen sich einfach beschließen.
Zusätzliche Ressourcen kompensieren einen ineffizienten Ablauf, ohne ihn zu verändern. Das Ergebnis: Die Leistung steigt kurzfristig, die zugrunde liegenden Reibungsverluste – Wartezeiten, Doppelarbeiten, schlechte Übergaben – bleiben bestehen und kosten dauerhaft mit.
Nicht jede Belastung ist ein Prozessproblem. Bei echtem strukturellem Mengenwachstum oder saisonalen Spitzen sind zusätzliche Ressourcen der richtige Hebel – vorausgesetzt, der zugrunde liegende Prozess funktioniert bereits sauber.
Eine einfache Prüffrage hilft: Wächst die Leistung proportional mit den eingesetzten Ressourcen mit? Wenn nicht – wenn also doppelt so viel Personal nicht annähernd doppelt so viel Leistung bringt – liegt das Problem im Prozess und nicht in der Menge.
Der erste Schritt lässt sich oft schon in einem kurzen Gespräch einordnen – bevor daraus ein größeres Projekt wird.
Logistikproblem besprechen