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"Tourkosten senken" wird in der Praxis schnell mit "schneller fahren" oder "weniger Zeit pro Stopp" gleichgesetzt. Beides geht meist zulasten der Qualität – und ist selten der Punkt mit dem größten Einsparpotenzial.
Zeitdruck pro Stopp erhöht das Risiko für Fehler, Rückfragen und in der Folge Reklamationen – die entstehenden Folgekosten übersteigen die eingesparte Zeit häufig deutlich.
Eine besser ausgelastete Tour senkt die Kosten pro Sendung deutlich stärker als eine schneller gefahrene, aber schwach ausgelastete Tour – ohne dass sich am Tempo pro Stopp etwas ändern muss.
Wartezeiten an der Rampe oder beim Kunden fließen selten in die Kostenbetrachtung ein, summieren sich über eine Tour aber erheblich. Eine gezielte Standzeitanalyse deckt hier oft überraschend viel Potenzial auf.
Steigen Reklamationen oder Retouren, während die Kosten sinken, war die Kostensenkung zu aggressiv angesetzt. Beide Kennzahlen sollten deshalb gemeinsam beobachtet werden, nicht isoliert.
Kosten, Auslastung und Zustellqualität lassen sich oft schon im Erstgespräch grob einordnen.
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