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Zwei Angebote liegen vor, eines ist spürbar günstiger. Der Auftrag geht an den günstigeren Anbieter – und drei Monate später zeigt sich, dass die Reklamationsquote bei diesem Nachunternehmer deutlich höher liegt als beim teureren.
Der Preis pro Stopp oder pro Tour ist leicht vergleichbar und deshalb naheliegend das erste Auswahlkriterium. Andere, weniger sichtbare Faktoren bleiben dabei oft unberücksichtigt.
Statt allein auf den Preis zu schauen, lohnt sich ein kleines, festes Set an Kennzahlen je Nachunternehmer: Zustellquote, Reklamationsquote und Zuverlässigkeit bei kurzfristigen Kapazitätsanfragen. Erst im Zusammenspiel ergibt sich ein realistisches Bild der tatsächlichen Kosten.
Leistungsumfang, Qualitätsanforderungen und Konsequenzen bei Abweichungen sollten schriftlich fixiert sein. Das erleichtert nicht nur die Steuerung, sondern auch die faire Bewertung im Streitfall.
Wird ein Nachunternehmer beauftragt, entbindet das nicht von den eigenen organisatorischen und rechtlichen Pflichten. Compliance-Anforderungen gelten auch für beauftragte Frachtführer und sollten Teil der Auswahl- und Steuerungslogik sein.
Kosten, Auslastung und Zustellqualität lassen sich oft schon im Erstgespräch grob einordnen.
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