← Zurück zu Wissen & Praxis
Wer im Kurier-, Express- oder Paketbereich (KEP) für größere Auftraggeber fahren möchte, stößt fast zwangsläufig auf den Begriff Präqualifikation, kurz PQ. Viele Unternehmen hören den Begriff zum ersten Mal, wenn ein Auftraggeber sie danach fragt – und stehen dann unter Zeitdruck, weil die Unterlagen nicht griffbereit sind.
Dieser Artikel erklärt, was eine Präqualifikation im KEP-Bereich tatsächlich bedeutet und worauf es bei der Vorbereitung ankommt.
Sie suchen praktische Unterstützung? Auf unserer Leistungsseite zur PQ-KEP-Präqualifizierung mit TQS finden Sie Ablauf, Leistungen und Kosten der Begleitung.
Mit einer Präqualifikation weist ein Transportunternehmen gegenüber Auftraggebern im KEP-Bereich seine grundsätzliche Eignung nach – noch bevor ein konkreter Auftrag vergeben wird. Viele größere Auftraggeber setzen eine gültige PQ voraus, weil sie sonst für jeden einzelnen Frachtführer eine eigene, aufwendige Einzelprüfung durchführen müssten. Die PQ bündelt diese Prüfung an einer Stelle. Sie ist grundsätzlich freiwillig, wird aber von manchen Auftraggebern als Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Nachunternehmern verlangt.
Maßgeblich für die Präqualifizierung sind die aktuellen Antragsunterlagen der Präqualifizierungsstelle und die Struktur Ihres Unternehmens. Zusätzliche Anforderungen einzelner Auftraggeber sind davon zu unterscheiden. Eine Übersicht finden Sie unter Unterlagen und Nachweise für die PQ KEP.
Ein Nachweis, der leicht übersehen wird: die Anmeldebestätigung der Bundesnetzagentur zum Anbieterverzeichnis Post. Die Eintragung ist ein eigenes Verfahren, gehört für KEP-Unternehmen aber zu den Unterlagen der PQ KEP. Worauf es dabei ankommt, erklärt die Seite Anbieterverzeichnis der Bundesnetzagentur beantragen.
Fehlende, abgelaufene oder nicht rechtzeitig aktualisierte Nachweise können die Präqualifizierung verzögern oder die laufende Aufrechterhaltung erschweren. Eine Versicherungsbestätigung, die nicht mehr aktuell ist. Ein Fahrzeugschein, der fehlt. Ein Nachweis, der zwar vorhanden, aber nicht im geforderten Format ist. Jede dieser Kleinigkeiten kostet im Nachgang Zeit – oft mehr Zeit, als eine vorherige strukturierte Prüfung gekostet hätte.
Die Gültigkeit der PQ KEP hängt von aktuellen Nachweisdokumenten ab. Relevante Bescheinigungen und Angaben müssen deshalb rechtzeitig aktualisiert werden. Fehlende Nachweise können die fortdauernde Präqualifizierung und damit die Zusammenarbeit mit Auftraggebern beeinträchtigen. TQS unterstützt mit laufendem Nachweismanagement und Fristenkontrolle.
TQS begleitet Ihr PQ-KEP-Verfahren von der ersten Bestandsaufnahme bis zur laufenden Nachweisbetreuung. Informieren Sie sich über Kosten und Leistungen der PQ-KEP-Begleitung.
PQ-Begleitung anfragen